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Demenz – was ist das?

Demenz ist keine spezifische Erkrankung. Es handelt sich um einen allgemeinen Begriff, der eine große Bandbreite an Symptomen beschreibt. Durch die Verminderung des Denkvermögens und des Gedächtnisses können schwerwiegende Folgen auftretten, die den Lebensalltag massivst beeinträchtigen können. Die zweithäufigste Demenz Art tritt nach einem Schlaganfall auf und nennt sich Vaskuläre Demenz. Die Alzheimer Demenz ist die häufigste Demenz Art.

Wie sich Demenz bemerkbar macht

Die ersten Anzeichen von Demenz sind Konzentrationschwierigkeiten und Vergesslichkeit. Alzheimer und die beginnende Vergesslichkeit lassen sich Monate, manchmal Jahre ignorieren und überspielen. Letztlich schadet das aber mehr, als es nützt. Denn eine frühe Behandlung ermöglicht es, länger selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Bei ungefähr jedem fünften Menschen, der an Demenz erkrankt, liegt die Ursache in Durchblutungsstörungen. Verantwortlich für die Durchblutungsstörungen sind kleine Schlaganfälle, also krankhafte Veränderungen der Gefäße. Für den Beginn von Demenz gibt es keinen Stichtag. Zwar wachsen tote Nervenzellen im Gehirn in der Regel nicht nach, doch das leistungsfähige Organ gleicht den Verlust lange aus. Die Forschung geht davon aus, dass bis zu den ersten Demenz-Symptomen bis zu drei Jahrzehnte vergehen können.

Was im Falle einer Demenz zu tun ist

Wenn ein Mensch an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz erkrankt, betrifft das auch die Familie. Im Verlauf der Krankheit gehen vor allem pflegende Angehörige durch ein Wechselbad von Gefühlen. Schmerz und Mitleid gehören ebenso dazu wie Hilflosigkeit, Ärger, Wut, Trauer und Verzweiflung. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig Unterstützung zu holen und sich gut über Alzheimer und andere Formen der Demenz zu informieren.

Demenz ist nicht heilbar

Die Alzheimer-Krankheit und die meisten anderen Demenzen sind nicht heilbar. Die Beschwerden lassen sich aber hinauszögern und lindern. Je früher die Therapie beginnt, desto besser. Die Basistherapie der Alzheimer-Demenz sieht derzeit drei Arten von Wirkstoffen vor: Antidementiva, Neuroleptika und Antidepressiva. Nicht-medikamentöse Therapien können helfen, die Teilnahme der Patienten am gesellschaftlichen Leben so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, positive Auswirkungen auf die Gemütslage sind ebenfalls dokumentiert.

Demenz-Patienten und Angehörige

Das Verständnis für die Defizite von Demenzpatienten soll geschult werden wie das Fördern noch vorhandener Ressourcen und die Verbesserung kommunikativer Fähigkeiten seitens der Patienten. Durch Angehörigentraining scheint sich die Unterbringung von Demenz-Patienten in einem Pflegeheim deutlich herauszögern zu lassen.

Seit mehreren Jahren werden neue Behandlungsansätze erprobt. Ihr Ziel ist es, die Vorgänge zu beeinflussen, die zum Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten beitragen, um auf diese Weise den Krankheitsprozess von Demenz zu verlangsamen. Weitere Therapieansätze sind die Basale Stimmulation, bei der die Reizarmut von an Demenz erkrankten Personen verhindert werden soll, die Förderung des Wissens rund um die eigene Person und deren Beziehungsumfeld. Weitere Therapie Ansätze zur Behandlung von Demenz sind:

  • Kunstherapie
  • Musiktherapie
  • Tanz- und Ergotherpie
Demenz – was ist das?

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